Die Montessori-Pädagogik

Die Montessori-Pädagogik ist ein Konzept, welches sich unmittelbar am Kind orientiert und konsequent die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt. Der erste Montessori-Kindergarten entstand 1907 in Rom und wurde von Maria Montessori selbst gegründet.

Die Grundsätze der Montessori-Pädagogik sind:

1. Das Kind wird als vollwertiger Mensch gesehen und seine individuelle Persönlichkeit geachtet.

2. Dem Kind wird geholfen, seinen Willen zu entwickeln, indem man ihm Raum für freie Entscheidungen gibt und das selbständige Denken und Handeln fördert.

3. Dem Kind sollen Gelegenheiten geboten werden, seinen eigenen Lernbedürfnissen zu folgen, denn Kinder wollen zu einer bestimmten Zeit etwas Bestimmtes lernen.

4. Dem Kind wird dabei geholfen, Schwierigkeiten zu überwinden, statt ihnen auszuweichen.

Die Montessori-Pädagogik im Detail

Nach über hundertjähriger Praxis haben sich die Prinzipien von Maria Montessori so bewährt, dass sie mittlerweile in vielen Kindergärten und Schulen auf der ganzen Welt angewandt werden.

Eine Rollenspielecke, Bauecke, große Bilderbuchauswahl, Stifte und Farben, buntes Papier und Scheren sind in jedem Montessori- Kindergarten zu finden. Es wird geturnt, gebastelt, gesungen und gespielt.

 

Das freie Spiel ist ein Grundpfeiler der Montessori-Pädagogik. Die Kinder können nach eigenen Interessen entscheiden, wann sie sich womit beschäftigen möchten, wie lange sie spielen oder ob sie alleine oder mit einem Spielkameraden forschen und experimentieren möchten. Dadurch entsteht häufig eine ruhige und entspannte Spiel- und Arbeitsatmosphäre.

Maria Montessori erfand Sinnesmaterialien, Sprachmaterialien, mathematische Materialien und Materialien für die Übung im Umgang mit Dingen des praktischen Lebens. Sie sollen die geistige Entwicklung des Kindes durch eigene Tätigkeiten und Erfahrungen fördern. Die Sinne werden einzeln angesprochen und durch spezielle Materialien differenziert geschult. Die klassischen Materialen, wie z.B. Geräuschdosen oder Farbtafeln, gehören zur Grundausstattung.

Die Materialen sind in einer so genannten „vorbereiteten Umgebung“ in offenen Regalen nach ihrem Bereich sortiert und für die Kinder jederzeit zugänglich. Jedes Material gibt es nur einmal, damit die Kinder lernen zu warten, wenn ein anderer damit spielt. Somit lernen sie soziales Verhalten durch Rücksichtnahme. Wenn das Kind mit dem Spielen, Forschen und Experimentieren fertig ist, wird alles wieder ordentlich auf den dafür vorgesehenen Platz im Regal eingeräumt. Darüber hinaus stehen den Kindern in Montessori-Einrichtungen neu entwickelte Arbeitsmaterialien zur Verfügung, die zu den veränderten Spiel- und Lernbedingungen der heutigen Zeit passen.

Die Montessori-Erzieherinnen haben in der Regel eine Zusatzausbildung für Montessori-Pädagogik. Die Erzieher/innen treten eher in den Hintergrund und sind gleichberechtigt dem Kind gegenüber. Sie zeigen dem Kind wie etwas geht, z.B. im Umgang mit den Montessori-Materialien, lösen aber die Aufgabe oder das Problem für das Kind nicht. Sie sind flexibel, geduldig, wenn nötig auch konsequent und betten den Kindergartenalltag in soziale Regeln, die für die Kinder nachvollziehbar sind. Zwischen der Familie und dem/der Erzieher/in besteht eine Erziehungs- und Bildungspartner- schaft mit gegenseitiger Unterstützung, die für eine optimale Förderung und Betreuung des Kindes wichtig ist.

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